Der Wolfener Jugendclub ´83 e.V. (JC ´83) erlebte am vergangenen Samstag eine besondere Premiere. „Das landkreisweite Jugendforum der Demokratiepartnerschaft begann in der offenen Kinder- und Jugendbildungseinrichtung mit der Arbeit“, freut sich Stephan Meurer, Mitarbeiter im JC ´83, über einen gelungen Auftakt. In entspannter Atmosphäre machten sich die jungen Menschen daran, für sie relevante Themen zu identifizieren und Kriterien für die Vergabe des Jugendaktionsfonds für Demokratie zu erarbeiten.

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Am 13. März sind Landtagswahlen. Ein Termin, der nicht nur für die "Ü18-Generation" wichtig ist. Auch die junge Generation soll teilhaben und mitbestimmen: Denn wer kann besser entscheiden, wenn es um Fragen wie Bildungsqualität, Lehrermangel oder soziale und kulturelle (Freizeit-)Einrichtungen geht?

"Es ist für die Sekundarschule Muldenstein ein besonderes Anliegen ihren Schüler*innen ein eigenes Wahlrecht einzuräumen und Meinungsbildung zu fördern", erklärt die Schulsozialarbeiterin Katja Siebert.

Durch die Initiative der U18-Wahl des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt e. V., war es der Sekundarschule möglich am 4. März ein "eigenes Wahllokal" zu eröffnen, das 142 Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren nutzten.

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Orte der Vielfalt werden ausgezeichnet

„Partnerschaften für Demokratie stärken die Zivilgesellschaft und ermöglichen ein tolerantes Miteinander“, betont Hildegard Rode. Die Mitarbeiterin des Ministeriums für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt verantwortet das Landesdemokratiezentrum und vernetzt die Akteure, die sich für Vielfalt engagieren. Das heutige landesweite Treffen der Fachstellen für Demokratie und der Verantwortlichen in den Verwaltungen in der Bachstadt Köthen diente dem Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Positionierung für demokratische Teilhabe.

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„Der Begleitausschuss, kurz BgA ist ein wesentliches Element der Demokratiepartnerschaft im Landkreis Anhalt-Bitterfeld“, erklärt Uwe Hippe. Der Leiter des Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamtes ist für Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ verantwortlich.

Im BgA wirken unter anderem Mitarbeitende aus Unternehmen, wie der Entwicklungs- und Wirtschaftsfördergesellschaft (EWG) oder Unicepta, mit. Außerdem sind die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und das Jugendamt eingebunden sowie Vertreter aus der Zivilgesellschaft, wie Caritas, Kirche oder Jugendforum.

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Die Aktiven der Partnerschaft für Demokratie rufen zum 2. Wettbewerb „Orte – im Kreis der Vielfalt“ auf. „Wir setzen damit die Idee von 2014 fort und wollen das vielfältige Engagement für Demokratie, Teilhabe und Mitbestimmung von Aken bis Zörbig sichtbar machen“, erklärt Uwe Hippe. Der Leiter des Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamtes weiß, dass ein tolerantes und weltoffenes Lebensumfeld ein wichtiger Standortfaktor ist. Daher suche man Aktionen, Maßnahmen oder Projekte die gelingendes zivilgesellschaftliches Engagement erlebbar machen.