„12 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 24 werden im neuen Jugendforum mitwirken und die Demokratiepartnerschaft mit ihren Ideen und Aktionen bereichern“, freut sich Cornelia Geißler, Leiterin des Wolfener Jugendclub ´83 e.V. (JC ´83). Der Verein ist gemeinsam mit dem Landkreis für die Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, verantwortlich.

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„Du bist Politik“ ist das aktuelle Motto der Landeszentrale für politische Bildung (LZpB), die am vergangenen Mittwoch auf dem Magdeburger Domplatz das zehnjährige Bestehen des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt feierten. Die Fach- und Informationsveranstaltung, die mehr als 1.000 Menschen besuchten, bildete den würdigen Rahmen für die Ernennung von sechs Regionalkoordinationsstellen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR-SmC) durch das Courage-Netzwerk Berlin und die LZpB. „Der Jugendclub ´83 e.V. erhält damit eine Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und neue Zugänge in bundesweite Strukturen“, freut sich Katja Siebert, Mitarbeiterin des Jugendvereins.

Das neue Schuljahr hat begonnen und in vielen Klassen bereichern neue Mitschüler aus Afghanistan, Benin, Syrien oder anderen Staaten die kulturelle Vielfalt. „Damit diese Schüler gut lernen können, benötigen sie die entsprechenden materiellen Voraussetzungen“, weiß Cornelia Geißler.

Die Leiterin des Jugendclub ´83 e.V., der auch die Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ und die Koordinierungsstelle „Schule ohne Rassismus“ verantwortet, hat die Initiative der Schüler und der Schulsozialarbeiter aufgegriffen und eine „Lern(material) – Spendenaktion“ gestartet. Unterstützt wird die Spendenaktion vom „Gemeinsam gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage Bitterfeld-Wolfen“ und der „Partnerschaft für Demokratie des Landkreises“.

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Landkreis unterstützt demokratisches Bündnis in Bitterfeld-Wolfen

Anfang Juni kamen Akteure aus Gemeinwesen, Mitwirkende der Gewerkschaften, externe Fachkräfte der Opferberatung sowie Verantwortliche aus Kommunalpolitik und Verwaltung zusammen, um die Anschläge gegen Mitarbeitende und Einrichtungen demokratischer Parteien, Gewaltakte gegen junge Menschen, Brandanschläge auf eine Einrichtung oder verbale Entgleisungen gegen ausländische Mitbürger*innen in Bitterfeld-Wolfen zu analysieren.

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Anschläge gegen Mitarbeitende und Einrichtungen demokratischer Parteien, Gewaltakte gegen junge Menschen, Brandanschläge gegen Jugendeinrichtungen oder Nötigung von ausländischen Mitbürgern. Das sind die Themen mit denen Bitterfeld-Wolfen gegenwärtig öffentlich wahrgenommen wird.

„Diese Straftaten müssen durch die Polizei aufgeklärt und durch die Staatsanwaltschaft strafrechtlich verfolgt werden“, fordern die Mitglieder der landkreisweiten Partnerschaft für Demokratie, in einer Stellungnahme.