Studierende ermöglichen interkulturellen Dialog

Die 1. Demokratiekonferenz des Landkreises Ende März hat Verantwortliche der Verwaltung, der Zivilgesellschaft und der Politik vernetzt und erste Ideen für eine gelingende Partnerschaft für Demokratie erarbeitet.

Die Hochschule Anhalt war nicht nur Konferenzort sondern versteht sich als aktiver Partner und Impulsgeber für Toleranzförderung. „Demokratie lebt vom Wettbewerb der Argumente“, betonte Dieter Orzessek, Professor und Präsident der Hochschule in seinem Grußwort.

Mit welchen Argumenten und Aktionen man künftig für Weltoffenheit werben wolle, wurde in einzelnen Workshops erarbeitet. Corinne Waldbach, freie Prozessbegleiterin im Bildungs- und Sozialbereich, moderierte den Prozess der Ideenfindung für die Region Köthen. Dabei wurde deutlich, dass die Hochschule als international anerkannter Bildungsort enorme Potenziale für interkulturelles Lernen besitzt.

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Ende März hat die 1. Demokratiekonferenz des Landkreises die Grundlagen für die Partnerschaften für Demokratie gelegt. „Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik haben gemeinsame Kriterien für den Aktion- und Initiativfonds gelegt, der heute startet“, nennt Sandra Kortmann ein wesentliches Ergebnis. Die Mitarbeiterin der externen Fach- und Netzwerkstelle für Demokratie macht deutlich, dass alle Beteiligten die Richtlinien diskutiert und beschlossen haben.

Die Robert Bosch Stiftung im Verbund mit der Stiftung Mitarbeit fördert Projekte, die zum interkulturellen und interreligiösem Lernen und Miteinander beitragen. Bewerbung sind bis 15.09.2015 möglich.

Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der "Werkstatt Vielfalt" an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird.

Die Projekte der "Werkstatt Vielfalt" sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate).

Quelle

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Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist eine von 179 Gebietskörperschaften im Bundesgebiet, die zur Entwicklung einer „Partnerschaft für Demokratie“ ausgewählt wurde. Das Bundesprogramm zielt darauf ab, ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene zu fördern.

In 3 regionalen Workshops, die im September und Oktober 2014, in den Regionen Zerbst, Köthen und Bitterfeld-Wolfen stattfanden, sind bereits Problemlagen analysiert und Projektansätze von den lokalen zivilgesellschaftlichen Akteuren und Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung diskutiert worden.

In den kommenden Tagen sollen Mariam Dawi und Jamal Schuker abgeschoben werden. Das libanesische Flüchtlingspaar, das im Flüchtlingsheim Marke untergebracht ist, erwartet bald ein gemeinsames Kind.

„Dass schwangere Frauen abgeschoben werden sollen, hat viele Kinder und Jungendliche in der Region entsetzt“, berichtet Cornelia Geißler, Koordinatorin der Netzwerkstelle „Schule ohne Rassismus“ im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Auf den Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung haben sich mehrere Schülerinitiativen bei ihr gemeldet und Unterstützung angeboten. Diese könne, da die Rechtmittel ausgeschöpft scheinen, zurzeit nur darin liegen, an die politischen Entscheider auf Kreis-, Landes- und Bundesebene zu appellieren die Entscheidung zu überdenken und im Interesse einer jungen Familie zu handeln.