Die Sekundarschule Muldenstein setzt sich seit Jahren für ein tolerantes Miteinander ein. „Als „Schule ohne Rassismus“ engagieren sich die Schüler, das Lehrerkollegium sowie Eltern und außerschulische Partnerorganisationen, wie beispielsweise der Jugendclub ´83, in unterschiedlichen Projekten zur Demokratiebildung und Gewaltprävention“, hebt Detlef Schneider, Direktor der Schule, sichtlich stolz hervor.

Mit dem mehrjährigen Projekt „Spurensuche – Jugendliche auf der Suche nach ihren Wurzeln/ Begegnung im Spannungsfeld zwischen Zwangsarbeit und Vertreibung – eine Auseinandersetzung mit der (regionalen) Geschichte Deutschlands“ haben die jungem Menschen Geschichte erlebt und Geschichten erfahren.

Die Ergebnisse sind in der Mitte April eröffneten Ausstellung zu sehen.

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Am 14. April, um 11:00 Uhr, wird in der Sekundarschule Muldenstein die Ausstellung der Schüler*innen zum Thema: „Spurensuche - Jugendliche auf der Suche nach ihren Wurzeln / Begegnung im Spannungsfeld zwischen Zwangsarbeit und Vertreibung - eine Auseinandersetzung mit der (regionalen) Geschichte Deutschlands“ gezeigt.

Diese Ausstellung ist Teil des Aktionsprogramms der Sekundarschüler*innen für eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR – SmC). Das Teilprojekt:"mitdenken - mitreden - mitgestalten (SoR)" wurde im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" durch das BMFSFJ gefördert.

Studierende ermöglichen interkulturellen Dialog

Die 1. Demokratiekonferenz des Landkreises Ende März hat Verantwortliche der Verwaltung, der Zivilgesellschaft und der Politik vernetzt und erste Ideen für eine gelingende Partnerschaft für Demokratie erarbeitet.

Die Hochschule Anhalt war nicht nur Konferenzort sondern versteht sich als aktiver Partner und Impulsgeber für Toleranzförderung. „Demokratie lebt vom Wettbewerb der Argumente“, betonte Dieter Orzessek, Professor und Präsident der Hochschule in seinem Grußwort.

Mit welchen Argumenten und Aktionen man künftig für Weltoffenheit werben wolle, wurde in einzelnen Workshops erarbeitet. Corinne Waldbach, freie Prozessbegleiterin im Bildungs- und Sozialbereich, moderierte den Prozess der Ideenfindung für die Region Köthen. Dabei wurde deutlich, dass die Hochschule als international anerkannter Bildungsort enorme Potenziale für interkulturelles Lernen besitzt.

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Ende März hat die 1. Demokratiekonferenz des Landkreises die Grundlagen für die Partnerschaften für Demokratie gelegt. „Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik haben gemeinsame Kriterien für den Aktion- und Initiativfonds gelegt, der heute startet“, nennt Sandra Kortmann ein wesentliches Ergebnis. Die Mitarbeiterin der externen Fach- und Netzwerkstelle für Demokratie macht deutlich, dass alle Beteiligten die Richtlinien diskutiert und beschlossen haben.

Die Robert Bosch Stiftung im Verbund mit der Stiftung Mitarbeit fördert Projekte, die zum interkulturellen und interreligiösem Lernen und Miteinander beitragen. Bewerbung sind bis 15.09.2015 möglich.

Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der "Werkstatt Vielfalt" an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird.

Die Projekte der "Werkstatt Vielfalt" sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate).

Quelle